Start Aktuelle Chasings 15.02.12 Schneetief legt den Verkehr teils lahm

15.02.12 Schneetief legt den Verkehr teils lahm

Aktuelle Chasings

Hallo liebe Leser/innen,

so manch ein Schneetief bringt mehr Action als ein großer Orkan mit sich. So gab es von Dienstag auf Mittwoch unwetterartige Schneefälle. Für das Erzgebirge dennoch eine normale „Schneefallnacht“. 10-15 cm Neuschnee sind relativ übliche Mengen. Die üblichen Probleme mit LKWs und co. gibt es ja bei jedem Zentimeter an Neuschnee.

Außergewöhnlich waren die massiven Verwehungen im Erzgebirgskreis. Diese verursachten solch enorme Gefahren, dass die Feuerwehr die Gefahr abwehren musste.

Ich starte meinen journalistischen Alltag in Sehma. Direkt auf meinem Aussichtpunkt hing seit den Morgenstunden eine ältere Dame fest. Ich zögerte nicht lang und zog sie mit meinem Skoda raus.

Die Verwehungen waren hier schon massiv. Ab dem Mittag wurde die Straße dann auch für den Verkehr gesperrt.

Man ärgert sich nach wie vor, dass der Winterdienst nicht einmal anhalten konnte und der älteren Dame geholfen hat. Auch als Angestellter des Erzgebirgskreises sollte man anderen Leuten helfen. Denn die Dame war schon leicht unterkühlt. Der Winterdienst fuhr jedoch eiskalt an mir vorbei.

In Schlettau angekommen, schippten die Leute und frästen ihre Grundstücke frei. Das typische Bild eines Winters eben.

Den ersten liegengebliebenen LKW traf ich auf der B 101 in Annaberg. Er hatte etwas Pech, denn er hat keine Ladung auf dem Aufleger, demnach kein Gewicht auf den Achsen.

Ich fuhr weiter auf die B 95. Ab der Kreuzung „Morgensonne“ konnte man nicht weiter fahren. Sie wurde für den Verkehr nach Ankunft gesperrt. Ich fuhr dennoch die B 95 entlang, da ich eine Fräse suchte.

An der Kreuzung nach Sehma waren die Verwehungen gute 3 Meter hoch. Von einer gut dreispurigen Fahrbahn blieb nur noch eine Fahrbahn übrig.

Kurz vor Bärenstein ging es nicht weiter. Hier wehte es so massiv, dass der Verkehr zum Erliegen kam.

Auch einige Touristen erlebten das Wetter lange nicht so stürmisch.

Selbst der Winterdienst wurde nicht mehr Herr dieser Schneemassen.

Autos verkeilten sich in den Schneemassen. Nix ging mehr.

Die Straßenmeisterei war vergeblich vor Ort. Sie schafften es nicht wirklich die Autos zu befreien. Zumal die Kollegen mit den Räumfahrzeugen schon eingespannt waren.

Unter Absprache mit Stev Landrock (Bild oben) rief ich bei der Leitstelle an um Verstärkung von der Feuerwehr anzufordern. Einige Autofahrer waren über 3 Stunden in Ihren Fahrzeugen eingeschlossen. Es war kalt und ich sah für mich eindeutig Gefahr in Verzug, so dass hier gehandelt werden musste.

Einige hielten dies genauso mit der Kamera fest, wie ich.

Die Feuerwehr rückte mit einem Allradfahrzeug und Ketten sowie Schaufeln an. Nach 2 Stunden waren alle befreit.

 

 

Video unter:

http://www.stormchasing-erzgebirge.de/gallery/index.php/Videos/15-02-12-eingeschneite-Autos-B-95

 

Euer Sturmjägerteam Erzgebirge / Vogtland

Aktualisiert (Mittwoch, den 15. Februar 2012 um 20:13 Uhr)